RR Cup Mugello Round2 – ein Wochenende voller Rückschläge, aber auch voller Hoffnung.
- alderracing
- 30. Juni
- 2 Min. Lesezeit
Manchmal schreibt der Motorsport Geschichten, die man sich anders wünschen würde.
RR Cup Mugello – ein Wochenende voller Rückschläge, aber auch voller Hoffnung.
Bereits am Freitag im zweiten freien Training wurden wir vom Pech verfolgt, Motorschaden. Während andere weiterfahren konnten, begann für unser Team ein Wettlauf gegen die Zeit. Mein Ersatzmotor wurde nach Mailand geliefert, den ich mit meinem Kollegen Pato von Paroxracing, der mich das ganze Wochenende unterstütze, abgeholt habe und ohne Pause direkt wieder nach Mugello.
Im Qualifying folgte bereits das nächste Problem: Elektronikprobleme, bei 38 Grad war ich nicht der einzige. Trotzdem hat das Team Unglaubliches geleistet. Zwischen Training und Qualifying wurde der komplette Motor bis nach Mitternacht ausgebaut und ersetzt, das Reglement sagt, Motor ersetzen ja, Rahnen nein. Danke an das ganze Team für diese unglaubliche Leistung!
Für das Qualifying blieben mir gerade einmal fünf bis sechs Runden, um eine Zeit zu setzen. Trotzdem konnten wir uns mit einer guten Qualizeit auf Startplatz 20 von 42 Fahrern qualifizieren. Das hat gezeigt, welches Potenzial in uns steckt.
Der Rennstart verlief trotz allem vielversprechend. Bereits in der ersten
Runde konnte ich mich auf Platz 19 verbessern. Ich fühlte mich wohl, das Motorrad funktionierte hervorragend und ich merkte schnell, dass ich das Tempo der Gruppe problemlos mitgehen konnte. Es fühlte sich an, als könnte das Rennen meines Lebens entstehen.
Doch dann kam Runde zwei.
In Kurve 4 bremste ich sauber an und war bereits am Vordermann dran. Während ich gedanklich schon den Überholvorgang für die nächste Kurve vorbereitet hatte, musste ich die Bremse nochmals ganz leicht antippen. Das genügte leider, damit das Vorderrad bei rund 120–140 km/h einklappte. Der Sturz war nicht mehr zu verhindern.
Das Motorrad war beschädigt, dass eine Weiterfahrt leider nicht mehr möglich war.
Natürlich tut das weh. Aber wir nehmen unglaublich viel Positives mit. Die Daten zeigen, dass die Pace stimmt. Das Motorrad funktioniert. Das Fahrwerk ist optimal abgestimmt und ich habe mich von der ersten Runde an richtig wohlgefühlt. Genau das gibt Zuversicht.
Jetzt bleiben beide Motorräder in Italien. Der Motorschaden versuchen wir zu revidieren und das Sturzmotorrad wird wieder aufgebaut, damit wir beim nächsten RR-Cup-Lauf in Cremona wieder voll angreifen können.
Dieses Wochenende war trotz allem ein wichtiger Schritt. Ich habe viel gelernt, Vertrauen gewonnen und gesehen, dass wir ganz vorne mithalten können. Darauf bauen wir auf.
Ein riesiges Dankeschön an mein Team, an alle Sponsoren, Freunde und an jeden Einzelnen, der an mich glaubt. Ohne euch wäre das alles nicht möglich.
Motorsport ist Leidenschaft. Und Leidenschaft gibt man nicht einfach auf.
Wer mich auf meinem Weg unterstützen möchte, muss das nicht zwingend finanziell tun. Viele wissen, dass ich mit Alder Racing The Garage 183 meine eigene Werkstatt betreibe. Vielleicht braucht euer Motorrad oder Fahrrad den nächsten Service oder eine Reparatur auch damit unterstützt ihr mich. Natürlich freue ich mich auch über jede andere Form der Unterstützung.
Wir kommen zurück. Stärker als zuvor. Bis bald in Cremona! 💚🏁
Liebe Grüsse
Manu














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